Reiche-Berater befürworten Fracking in Deutschland

Beraterin von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnen  Tankrabatte oder eine Übergewinnsteuer als Antwort auf gestiegene Energiepreise ab . Steigende Preise signalisierten Knappheit, was auch erwünscht sei, damit weniger verbraucht werde, schreiben die vier Ökonomen in einem Kurzgutachten mit dem Titel „Eskalation im Nahen Osten: Auswirkungen auf Europa – und was (nicht) zu tun ist“. Eine von manchen geforderte Übergewinnsteuer lehnen sie ebenfalls ab.

Absage an Subventionen

Generell raten die Ökonomen zur Zurückhaltung bei staatlichen Ausgaben zur Pufferung der Krise. „In der aktuellen Situation gibt es derzeit keinen Grund für besondere Subventionen. Die Situation ist bisher nicht vergleichbar mit dem extremen Knappheitsszenario von 2022 aufgrund der großen Abhängigkeit von Russland .“ Sie regen aber an: „Auch Steuersenkungen müssen erwogen werden, gerade ein Vorziehen der Körperschaftsteuersenkung ist geboten.“ 

Dem „Wissenschaftlichen Beraterkreis Wirtschaftspolitik“ gehören die Wirtschaftswissenschaftler Veronika Grimm , Justus Haucap, Stefan Kolev und Volker Wieland an. Der Kreis soll Reiche und ihr Haus beraten. 


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Vorhanden seien in Deutschland Mengen zwischen 320 und 2030 Milliarden Kubikmetern, heißt es in dem Gutachten unter Berufung auf andere Experten. Der Import von Flüssiggas aus den USA ist im vergangenen Jahr bei etwa elf Milliarden Kubikmetern gelegen. 


Fracking in Deutschland als Option

Die Möglichkeit, die geringe deutsche Gasförderung durch Fracking deutlich auszuweiten, sollte aus Sicht der Berater ernsthaft geprüft werden. Dabei wird Erdgas aus unterirdischem Gestein gelöst. Kritiker fürchten Verunreinigungen des Grundwassers durch Chemikalien.